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Bochum und das Ruhrgebiet. Chronologie 1630-2015

Chronologie 1630-1870

1630  (spätestens 1756). Das Brauhaus Rietkötter ist heute das älteste erhaltene Haus des „Ackerbürgerstädtchens“ Bochum.

1735  Im Amt Bochum werden bereits 25 „Kohlenpütts“ gezählt.

1738  Der moderne Bergbau beginnt. Preußen errichtet das Märkische Bergamt in Bochum.

1740  In England werden erstmals Hochöfen mit Koks statt Holzkohle beschickt.

1770  Die Knappschaftskasse entsteht.

1780  Die Ruhr wird für die Ruhrschifffahrt schiffbar gemacht.

1783  Die vom Mülheimer Dichter und Bergarzt Dr. Carl Arnold Kortum verfasste „Jobsiade“ erscheint.

1784  Der Marktflecken Bochum hat etwa 1500 Einwohner.

1785  Am 12. Dezember wird die Freimaurerloge „Zu den drei Rosenknospen“ gegründet, die bis heute besteht.

1790  Carl Arnold Kortum erstellt den ersten Stadtgrundriss von Bochum.

1794  Die Landstraße von Essen über Steele nach Bochum (Hellweg, B1) wird fertig. Die Benutzer müssen Wegegeld zahlen.

1801  Auf der Zeche Vollmond in Bochum-Werne wird die erste Dampfmaschine im Ruhrkohlebergbau eingesetzt.

1816  Die Märkische Bergschule nimmt ihren Sitz in Bochum.

1834  erfindet Oberbergrat Albert in Clausthal das erste Förderdrahtseil.

1838-42  Bau der Herner Straße.

1839  Erste (Ruhrgebiets-) Dampflokomotive „Ruhr“ in Oberhausen-Sterkrade gebaut.

1839  Die Kohleförderung überschreitet im Ruhrgebiet die Millionen-Tonnen-Grenze.

1842  Jacob Mayer gründet mit dem Kaufmann Eduard Kühne die Gußstahlfabrik Mayer & Kühne.

1842  Der erste Tiefbauschacht Deutschlands wird auf der Zeche Präsident eingeweiht.

1843  Aktiengesellschaften werden möglich.

1844  Erste Werkssiedlung: Eisenheim in Oberhausen.

1847  Die Köln-Mindener Eisenbahn führt nördlich um das Ruhrgebiet. Die Herner Straße wird wichtigste Verkehrsachse zum Bahnhof Herne-Bochum.

1848  Das St. Elisabeth Hospital wird als erstes Bochumer Krankenhaus eröffnet.

1849  Erster Hochofen mit Ruhrkoks (Mühlheim).

1849  „In den Rheinlanden und Westfalen“ werden etwa 650 Dampfmaschinen gezählt.

1850-60  Hochkonjunktur im Revier. Zahlreiche Großschachtanlagen werden gegründet.

1850  Grubenpferde werden unter Tage zum Kohlentransport eingesetzt.

1851  Die spätere Bochumer Eisenhütte Heintzmann wird von den Geschäftsleuten Korte und Heintzmann gegründet.

1852  Krupp erfindet den nahtlosen Radreifen für die Eisenbahn.

1852  Die Firma Mayer & Kühne präsentiert auf der Düsseldorfer Gewerbeausstellung der Weltöffentlichkeit erstmals Produkte aus Stahlformguss in Form von drei Glocken.

1854  Die Firma Mayer & Kühne wird in die Aktiengesellschaft „Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation“ umgewandelt.

1855  In Bochum entsteht das erste Gaswerk der Provinz Westfalen.

1855  Johann Joachim Schlegel beginnt die „Bayerische Bierbrauerei“ in Bochum.

1858  Bochum zählt 8.797 Einwohner und hat ca. 6 km² Fläche.

1858  Die Seilfahrt für Personen wird zugelassen.

1858  Die Firma Seippel in Bochum produziert Sicherheitsgrubenlampen.

1860  Bochum wird an die Bergisch-Märkische Eisenbahn von Dortmund nach Duisburg angeschlossen.
„Am 10. Oktober 1860 läuft in Bochum erstmalig - und daher mit Böllerschüssen begrüßt - eine Lokomotive ein.“

1860  Freizügigkeitsgesetz: Aus dem sozial abgesicherten Knappen wird ein freier Lohnarbeiter.

1862  Erste Bessemer-Birne zur Stahlerzeugung (Krupp-Stahl, Essen)

1864  Die ersten Häuser der Arbeitersiedlung Stahlhausen werden errichtet.

1864  Die Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH (Bochum) wird von Johann Henrich Carl Eickhoff als Gießerei gegründet.

1865  Allgemeines Preussisches Bergwerksgesetz: Inspektionsprinzip statt Direktionsprinzip.

1869  Erster Siemens-Martin-Ofen (Krupp-Stahl, Essen)

1870  Kohlensammelbahn (BME) Langendreer - Laer - Hattingen - E-Steele eröffnet (heute Radweg).

1870  Bochum hat 17.585 Einwohner.

1870  Bochum bekommt ein städtisches Wasserwerk.

1870  Dr. Carlos Otto entdeckt die Kohlechemie.

Chronologie 1871-1899

1871  Bochum hat etwa 21.000 Einwohner.

1871  Nach erfolgreichem Einsatz im deutsch-französischen Krieg werden patriotische Brieftaubenvereine gegründet.

1871  „In den Rheinlanden und Westfalen“ sind etwa 12.000 Dampfmaschinen in Betrieb.

1872  Das Arbeiterwohnheim Kosthaus in Stahlhausen mit 1.200 Schlafplätzen wird eröffnet.

1873  Die deutsche Wirtschaftskrise erfasst auch Bochum.

1874  Anschluss an die Bahnstrecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft mit dem Bahnhof Nord (Ostring).

1874-1877  Der Bochumer Stadtpark wird angelegt.

1878  Moritz Fiege braut Bier.

1879  Erste Thomas-Stahl-Öfen im Ruhrgebiet (Duisburg, Dortmund).

1880  Erste Pferdestraßenbahnen in Dortmund und Duisburg.

1880  Das Fahrrad spielt eine bedeutende Rolle als individuelles Verkehrsmittel.

1884  Erster Bochumer Radfahrverein gegründet, eine Radrennbahn wird gebaut.

1880  Erste (Steinkohlen) Brikettfabrik (Bochum, Dahlhauser Tiefbau).

1882  Im Bereich Dortmund sind 2.200 Grubenpferde im Einsatz, die 15.000 „Förderleute“ ersetzten.

1883  Erste Elektrolok unter Tage (Essen-Kray).

1883  Arbeiterbrausebäder (Duschen) beginnen auf den Zechen die Gemeinschaftsbecken zu ersetzen, deren Wasser nur 1-mal täglich gewechselt wurde.

1885  Bochumer Gespensterjagd.

1889  Bergarbeiterstreik. Der erste organisierte Massenstreik im Ruhrbergbau führt zur Gewerkschaftsbewegung und Arbeiterschutzgesetzen.

1890  Das Bergmannsheil, das erste Unfallkrankenhaus der Welt, wird eröffnet.

1892  Auf Zeche Mansfeld bei (Bochum-)Langendreer werden erste Versuche mit pressluftgetriebenen Abbauhämmern durchgeführt.

1894  Erste elektrische Straßenbahnen in Dortmund, Essen, Bochum und Herne.

1896  Bogestra gegründet.

1896  Der Schwimmverein Blau-Weiß Bochum wird am 16. März gegründet.

1898  Auf der Zeche Carolinenglück sterben bei einer Kohlenstaubexplosion am 17. Februar 116 Bergarbeiter.

1897/98  Elektrizitätswerke in Dortmund, Essen (RWE) und Bochum gegründet.

1898  Bochum und Laer sind mit einer elektrischen Straßenbahnlinie verbunden.

1898  Die „Westdeutsche Benzol-Verkaufsvereinigung“ in Bochum wird gegründet und verkauft den neuen Treibstoff „ARAL“ (Aromate und Aliphate).

1899  An der Ruhr wird die Schwimmbrücke Dahlhausen gebaut.

1899  Im Ständehaus Bochum bilden Vertreter der Emschergemeinden, des Ruhrbergbaus und der Industrie eine „Kommission zur Aufstellung eines generellen Entwässerungsprojekts für das Emschertal“.

1899  Der Ruhrtalsperrenverband wird gegründet. Zwischen 1894 und 1913 entstehen elf Talsperren.

1899  Erstes Schiffshebewerk in Henrichenburg eröffnet. Dortmund-Ems-Kanal fertiggestellt.

Chronologie 1900-1914

1900  Bochum hat etwa 65.000 Einwohner.

1900  Die Mechanisierung des Bergbaus beginnt.

1904  Der Herner Unternehmer Otto Heinrich Flottmann erhält das Reichspatent für einen Druckluft-Bohrhammer.

1904  Die Einwohnerzahl von Bochum hat sich seit 1867 knapp verfünffacht.

1904  Bochum wird durch Eingemeindungen Großstadt, zählt 116.596 Einwohner, darunter über 20.000 Bergarbeiter.

1904  Auf Zeche Zollern (Dortmund) erstmals elektrische Förderung.

1906  Siedlung Dahlhauser Heide (Kappskolonie).

1908  Erster Schrebergartenverein in Bochum (Ehrenfeld).

1909  Erstmals ein „Püttjunge“ auf dem Gymnasium in Bochum.

1909  Automobilisten gefährden den Verkehr.

1910  waren 8.384 Grubenpferde im Bezirk des Oberbergamtes Dortmund eingesetzt.

1912  112 Tote bei Schlagwetterexplosion auf Lothringen in Bochum.

1914  Bis zum Ersten Weltkrieg steigt die Jahresförderung (Ruhrgebiet) auf 114 Millionen Tonnen, gefördert von 440.000 Beschäftigten.

1914  Rhein-Herne-Kanal und erstes Teilstück des Datteln-Hamm-Kanals fertiggestellt.

Chronologie 1914-1945

1914-1918  Erster Weltkrieg. Die Rüstungsindustrie im Ruhrgebiet macht Riesengewinne. Die Bevölkerung hungert.

1915  Der Rohbau des Kaufhauses der Gebrüder Alsberg (später Kaufhaus Kortum) ist fertiggestellt, doch muss er als Lebensmittellager dienen.

1919  Saladin Schmitt wird Intendant des Bochumer Stadttheaters.

1920  Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (heute Regionalverband Ruhr) gegründet

1922  Höchste Beschäftigtenzahl im Ruhrbergbau: 576.644 Personen.

1923  Zwischen dem 11. und dem 16. Januar besetzen französische und belgische Truppen das gesamte Ruhrgebiet. Ein Aufschrei nationaler Empörung geht durch die Weimarer Republik. Die Reichsregierung ruft die Bevölkerung zum „passiven Widerstand“ auf. Industrie, Verwaltung und Verkehr werden mit Generalstreiks teilweise lahmgelegt.

1925  Das Friedrich-Lueg-Haus wird als erstes Hochhaus Bochums eröffnet.

1928  Der neue Schacht 12 der Zeche Zollverein in Essen ist mit 12.000 t/Tag die Schachtanlage mit der größten Förderrate im Ruhrbergbau überhaupt.

1929  Bochum ist mit 74 Schachtanlagen Europas grubenreichste Gegend.

1930  Die Gebr. Alsberg AG mit ihrem Umsatz von 200 Millionen Reichsmark steht im Handel an dritter Stelle hinter den Unternehmen Hermann Tietz (Hertie) und Rudolf Karstadt.

1931  Das neue Bochumer Rathaus wird eröffnet.

1932  In Bochum und Wattenscheid zählen zur jüdischen Religionsgemeinschaft 1.288 Personen.

1933  Gründung des Bochumer Tierparks.

1935  Im Kaufhaus Kortum (vorher Alsberg) liegt ab August 1935 die „Bescheinigung über den erfolgreichen Vollzug der Arisierung“ in einer Vitrine im Eingangsbereich aus.

1938  Am 9. November 1938 findet die Pogromnacht statt. Die ersten jüdischen Bürger werden in die Konzentrationslager verschleppt. Zerstörung von jüdischen Einrichtungen und Wohnungen. Etwa 500 jüdische Bürger sind namentlich bekannt, die in den folgenden Jahren bei der Shoa umkamen, darunter 19, die jünger als 16 Jahre alt waren. Im Dezember 1938 beginnt die jüdische Volksschullehrerin Else Hirsch mit der Organisation von insgesamt 10 Kindertransporten nach Holland und Großbritannien, um jüdische Kinder und Jugendliche zu retten.

1938  Im Zuge der Gleichschaltung entsteht der VfL Bochum am 15. April 1938.

1942  Auf der Zeche Hannover wird erstmals im Ruhrgebiet ein Kohlenhobel zur Kohlengewinnung eingesetzt.

1943  Am 13. und 14. Mai sowie 12. und 13. Juni erfolgen die ersten von 150 größeren Bombenangriffen auf Bochum.

1944  Im Spätherbst 1944 sind insgesamt etwa 32.500 Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen und Kriegsgefangene in Bochum registriert, es gibt mehr als 100 Lager.

1944  Am 4. November 1944 treffen binnen 1 Stunde zwischen 19 und 20 Uhr 10.000 Sprengbomben und über 130.000 Brandbomben die Stadt. 1.300 Menschen sterben, 2.000 werden verwundet, 70.000 werden obdachlos.

1945  Am 10. April 1945 marschieren die Amerikaner in Bochum ein. Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund sind zu 50-70 % zerstört. Flüchtlinge strömen in das Ruhrgebiet.

Chronologie 1945-1972

1948  Mit der Währungsreform beginnt das Wirtschaftswunder.

1949  findet in Bochum der 73. Deutsche Katholikentag statt. An der Schlusskundgebung nehmen etwa 500.000 Gläubige teil.

1950  Im Ruhrgebiet leben mehr Menschen als 1939.

1950  Das Ruhrgebiet ist für zehn Jahre die wirtschaftliche Schlüsselregion der jungen Bundesrepublik.

1952  Von 100 Arbeitern hat einer ein Auto, 2 haben ein Motorrad.

1954  Das Schauspielhaus Bochum wird wiedereröffnet.

1955-67  Bochum baut in zwölf Jahren über 60 neue Kindergärten, Schulen, Turnhallen, Bäder, Friedhöfe und anderes wie Ruhrlandhalle, Planetarium, Kammerspiele.

1955  Am 20. Dezember wird das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterzeichnet. Erste Gastarbeiter kommen.

1956  Fritz Graetz eröffnet das Graetz-Werk in Bochum (später Nokia).

1956  Erste Ölraffinerie im Ruhrgebiet (Gelsenkirchen).

1957  Am 30.Mai wird der neue Hauptbahnhof in Bochum eröffnet.

1957  Am 5. Oktober 1957 gelingt es Heinz Kaminski, die Signale des Satelliten Sputnik zu empfangen.

1957  Der Bergbau erreicht seine größte Bedeutung in der deutschen Geschichte. Rund 600.000 Bergleute fördern 149 Millionen Tonnen Steinkohle. Das Revier erbringt 12,3 Prozent der westdeutschen Wirtschaftsleistung.

1958  Die Kleinzeche „Lieselotte“ wird am 30. September als erste Zeche in Bochum geschlossen, damit beginnt das Zechensterben im Ruhrgebiet.

1958  Innerhalb von nur zehn Jahren werden 78 Schachtanlagen geschlossen. Die Zahl der Beschäftigten halbiert sich. Importkohle und Erdöl ersetzen die heimische Steinkohle.

1959  Der Wiederaufbau der Probsteikirche wird abgeschlossen.

1960  Das Adam Opel AG Werk Bochum I wird gebaut.

1960  Eisen und Stahl haben Hochkonjunktur. Es gibt Vollbeschäftigung im Ruhrgebiet. Zunehmend werden Gastarbeiter eingestellt.

1961  Im Wahlkampf verspricht Willy Brandt erstmals den „blauen Himmel über der Ruhr“. Niemand nimmt das wirklich ernst.

1961  Bochum errichtet die erste geordnete Mülldeponie in Deutschland.

1962  Die Adam Opel AG eröffnet die erste von insgesamt drei Produktionsstätten in Bochum. Die Werke Bochum II/III werden errichtet. Opel schafft bis zu 20.000 Arbeitsplätze.

1963  Der autobahnähnliche Ausbau des Ruhrschnellweg zwischen Essen und Unna wird nach fast zehn Jahren Bauzeit abgeschlossen.

1963  Der Autobestand im Ruhrgebiet hat sich seit 1949 mehr als verzehnfacht.

1964  In der Bundesrepublik wird offiziell der einmillionste Gastarbeiter begrüßt. Er bekommt ein Mofa geschenkt.

1964  Das Zeiss Planetarium Bochum wird eröffnet.

1964  Am Ruhrschnellweg in Harpen wird das Ruhr-Park Einkaufszentrum als zweites in Deutschland eröffnet.

1965  Die Ruhr-Universität Bochum, erste Hochschule im Revier, wird eröffnet.

1966  Das letzte Grubenpferd geht in Rente (22. Juni Tobias, Zeche General Blumenthal, Recklinghausen, Gedenktafel am Bergbaumuseum).

1966  Das Kammerspielhaus am Schauspielhaus Bochum wird eröffnet.

1967  Mit Lothringen schließt die 51. Zechenanlage an der Ruhr.

1968  Hochöfen des Bochumer Vereins stillgelegt.

1968/69  Die Ruhrkohle AG, RAG, wird gegründet.

1970  Einstellung der Gussstahl-Glockenproduktion des Bochumer Vereins.

1971  Der VFL Bochum steigt auf in die erste Bundesliga.

1972  Peter Zadek wird Intendant am Schauspielhaus Bochum.

Chronologie 1973-2015

1973  Die letzte Zeche in Bochum wird stillgelegt (Hannover/Hannibal).

1973  Die erste Ölkrise gipfelt in Sonntagsfahrverboten.

1973  Es gibt einen Anwerbestopp für Gastarbeiter außerhalb der EG.

1974  Mit der Zeche Holland in Wattenscheid schließt am 15. Januar 1974 die letzte Zeche auf heutigem Bochumer Stadtgebiet.

1974  Erste S-Bahnen fahren im Revier (S1, S3)

1976  Erste Tempo-30 Zone in Bochum auf Betreiben einer Bürgerinitiative.

1977  Terminal von Richard Serra auf der documenta 6 in Kassel. Von Bochum gekauft, 1979 aufgestellt.

1979  Ruhrstadion (Rewirpower-Stadion) eröffnet.

1979  Claus Peymann wird als Nachfolger von Peter Zadek für sieben Jahre Intendant in Bochum.

1980  Der Kemnader Stausee wird freigegeben.

1980  Der RVR veranstaltet den ersten „Tag des Radfahrens“ im Revier.

1983  Hausbesetzungen im Heusnerviertel gegen den Abriss für den Außenring.

1984  Das Album „4630 Bochum“ macht Herbert Grönemeyer (und Bochum) zum Star.

1986  Erstmals „Bochum Total“. Das Festival entwickelt sich zum größten kostenlosen Rock-Pop-Festival in Europa.

1988  Starlight Express startet in Bochum.

1989  Die U35 zwischen Herne und Bochum Hbf ist fertig. Länge: 10 km. Bauzeit: 20 Jahre. Kosten: 800 Mio. DM.

1993  Die „Unabsteigbaren“ vom Vfl Bochum müssen erstmals in die Zweite Liga. Der Vfl wird zur „Fahrstuhlmannschaft“.

1995  Das Deponie-Block-Heizkraftwerk an der Zentraldeponie Kornharpen geht ans Netz.

1999  Nach dreiundvierzig Jahren verliert die SPD in Bochum die absolute Mehrheit. Bochum wird rot-grün.

2002  RuhrCongress Bochum mit Renaissance Bochum Hotel fertiggestellt.

2002  Erste Ruhrtriennale (2002-2004) unter Gründungsintendant Gerard Mortier.

2003  Eröffnung der revitalisierten Jahrhunderthalle Bochum, ein Stück „Transformationsarchitektur“.

2004  Bochum ist seit 100 Jahren Großstadt.

2007  Einweihung der neuen Synagoge.

2008  Im Januar wird die Schließung des Nokia-Werks Bochum bekannt gegeben, es wird im Mai geschlossen.

2009  Opel steht auf der Kippe. 1800 von 6000 Arbeitsstellen werden abgebaut.

2010  Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas.

2011  Die Stadt Bochum reißt ihre einzige Hajek-Plastik ab.

2011  Altmetalldiebe stehlen in Duisburg und Mülheim tonnenschwere Skulpturen.

2011-2015  50 Jahre Ruhr-Universität Bochum: Vier Jahre vergingen vom Gründungsbeschluss 1961 bis zur offiziellen Eröffnung 1965.

2012  Im Oktober feiert Bochum das 50-jährige Bestehen des Opel-Werks. Am 10. Dezember verkündet Opel-Chef Sedran das Aus für die Autoproduktion.

2014  Am 5. Dezember wurde der letzte Opel in Bochum gebaut.

2015  Im Juni endet mit der letzten Schmelze im Elektrostahlwerk Outokumpu nach über 100 Jahren die Stahlproduktion in Bochum.

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